SÜSSE WIENER DUNKELHEIT / TIEFHELLER SEE


Theatersolo mit Musik

Schauspielerin Maxi Blaha als Emilie Flöge

Ein Text von Clara Gallistl
Soloviola & musikalisches Konzept: Martina Reiter

Im Auftrag der Gustav Klimt | Wien 1900-Privatstiftung




Das Theatersolo „Süße Wiener Dunkelheit / tiefheller See" lässt die gängigen Beziehungsklischees über das berühmte Künstlerpaar Gustav Klimt und Emilie Flöge beiseite. Es wurde 2016 von der Klimt-Foundation anlässlich ihres dreijährigen Stiftungsjubiläums beauftragt und 2017 erstmals als Theatersolo mit Musik aufgeführt. Anlässlich des 155. Geburtstages von Gustav Klimt am 14. Juli lud die Klimt-Foundation zur Premiere an den Originalschauplatz des Urlaubspaares, in die Villa Paulick nach Seewalchen am Attersee.Zum 100. Todestag von Gustav Klimt im Jahr 2018 sind Vorstellungen in Wien geplant sowie die englische Uraufführung des Theatersolos in London, Paris und die Teilnahme an der Theaterolympiade in Indien.
Das zeitgenössische Stück  wurde von der Dramatikerin Clara Gallistl geschrieben und wird als Theatersolo mit Musik exklusiv von Schauspielerin Maxi Blaha, begleitet von Martina Reiter an der Viola, aufgeführt.


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"Du hast gemalt, was der Apparat nicht ablichten kann, ein sensibles Gemüt – wie unseres – aber sieht. Eine Präzision deiner Grüntöne. Unser ähnliches Natursehen, auch das hat uns verbunden. Aber du hast ausgeblendet, was du nicht sehen wolltest. Hast es einfach nicht gemalt. Ob Häuser am Seerand oder deine Kinder. Du hast sie nicht gemalt, wenn du nicht wolltest. Und doch ist in jedem Bild deine Rastlosigkeit versteckt, deine Sehnsucht, auch die Unruhe des Glücks. Immer diese süße Wiener Dunkelheit in dir. In jedem Brief, in jedem Bild spür ich sie. In allen Augenwinkeln und Ornamenten. Die süße Wiener Dunkelheit.“

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"Mein Wien, das steckt in diesen goldenen Bändern, in diesen Mustern und Wandgemälden. Mein Wien, das war eine Süßigkeit, eine Idee, ein fasziniert in die Menschen, in die Schönheit, in die Zukunft Blicken; in die Sonne bis man blind wird und in den Mond bis man vergeht."

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"Ich hatte immer die Gegenwart im Kopf, ob in Wien, Paris, London, Schörfling oder Seewalchen. Jetzt schau ich da runter, in diese gut bekannte Straße mit den mir fremden Menschen und mir wird so ungewohnt gedanklich ums Herz. Und so herzlich ums Hirn. So voll mit Sentiment war ich seit meiner Jugend nicht. Als Gustav mir die ersten Briefe geschrieben hat und ich vor Überwältigung zerflossen bin."

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