Theatersolo mit Musik


„Süße Wiener Dunkelheit / tiefheller See" wurde 2016 von der Klimt-Foundation anlässlich ihres dreijährigen Stiftungsjubiläums beauftragt. Das zeitgenössische Stück über Gustav Klimt & Emilie Flöge wurde von der Dramatikerin Clara Gallistl geschrieben und wird als Theatersolo mit Musik exklusiv von Schauspielerin Maxi Blaha, begleitet von Martina Reiter an der Viola, aufgeführt.

In der Perspektive des Theatersolos wirft die gealterte Modedesignerin Emilie Flöge (1874-1952) im Wien der 1930er-Jahre einen sehnsuchtsvollen Blick zurück auf die Zeit der gemeinsamen Sommerfrische mit Gustav Klimt (1862-1918) am Attersee. Während Emilie, alias Maxi Blaha, über die noch immer anziehende, besondere Emotion der kulturgeschichtlichen Epoche „Wien 1900“ und das einzigartige Erleben der Seenlandschaft Attersee philosophiert, reflektiert sie auch kritisch über heterosexuelle Begehrensstrukturen, geschlechtliche Arbeitsbedingungen und politische Implikationen ihres persönlichen Schaffens und jenem von Gustav Klimt.

Zahlreiche Originalzitate aus der umfangreichen Korrespondenz zwischen Emilie Flöge & Gustav Klimt, sprachlich-visuelle Rückblicke in die Atmosphäre der Jahrhundertwende sowie Musiksequenzen aus dem frühen 20. Jahrhundert schaffen ein stimmungsvolles Bild der heute noch weltweit nachklingenden kulturhistorischen Epoche "Wien 1900" im Hier und Jetzt.

Die für ihre sensiblen Darstellungen bekannte Schauspielerin Maxi Blaha agiert dabei exklusiv, solitär und großteils mit originalen Requisiten der Jahrhundertwende. Martina Reiter begleitet sie auf der Solo Viola mit exklusiv arrangierter Musik dieser Epoche.

Bernadette Huber, die 2016 neben Irene Andessner einen zeitgenössischen Beitrag für die Sonderschau „Emilie Flöge – Reform der Mode, Inspiration der Kunst“ im Gustav-Klimt-Zentrum in Kammer-Schörfling lieferte, gestaltete das Plakatsujet.

Seit der Uraufführung des Stückes am 3. September 2016 in der Villa Paulick in Seewalchen am Attersee wird das Theatersolo an authentischen Originalschauplätzen in Salonatmosphäre aufgeführt. 2018, zum 100. Todestag von Gustav Klimt, ist die Wien-Premiere des Stückes geplant sowie die Uraufführung des Theatersolos in englischer Sprache.