SÜSSE WIENER DUNKELHEIT / TIEFHELLER SEE

von Clara Gallistl


Theatersolo mit Musik

Schauspielerin Maxi Blaha als Emilie Flöge




„Süße Wiener Dunkelheit / tiefheller See" wurde 2016 von der Klimt-Foundation anlässlich ihres dreijährigen Stiftungsjubiläums beauftragt. Das zeitgenössische Stück über Gustav Klimt & Emilie Flöge wurde von der Dramatikerin Clara Gallistl geschrieben und wird als Theatersolo mit Musik exklusiv von Schauspielerin Maxi Blaha, begleitet von Martina Reiter an der Viola, aufgeführt.
In den Sommermonaten 2017 gastiert Maxi Blaha als Emilie Flöge wieder am impulsgebenden Originalschauplatz des berühmten Urlaubspaares: in der 1877 errichteten historistischen Villa Paulick in Seewalchen am Attersee.


*

"Du hast gemalt, was der Apparat nicht ablichten kann, ein sensibles Gemüt – wie unseres – aber sieht. Eine Präzision deiner Grüntöne. Unser ähnliches Natursehen, auch das hat uns verbunden. Aber du hast ausgeblendet, was du nicht sehen wolltest. Hast es einfach nicht gemalt. Ob Häuser am Seerand oder deine Kinder. Du hast sie nicht gemalt, wenn du nicht wolltest. Und doch ist in jedem Bild deine Rastlosigkeit versteckt, deine Sehnsucht, auch die Unruhe des Glücks. Immer diese süße Wiener Dunkelheit in dir. In jedem Brief, in jedem Bild spür ich sie. In allen Augenwinkeln und Ornamenten. Die süße Wiener Dunkelheit.“

*

"Mein Wien, das steckt in diesen goldenen Bändern, in diesen Mustern und Wandgemälden. Mein Wien, das war eine Süßigkeit, eine Idee, ein fasziniert in die Menschen, in die Schönheit, in die Zukunft Blicken; in die Sonne bis man blind wird und in den Mond bis man vergeht."

*

"Ich hatte immer die Gegenwart im Kopf, ob in Wien, Paris, London, Schörfling oder Seewalchen. Jetzt schau ich da runter, in diese gut bekannte Straße mit den mir fremden Menschen und mir wird so ungewohnt gedanklich ums Herz. Und so herzlich ums Hirn. So voll mit Sentiment war ich seit meiner Jugend nicht. Als Gustav mir die ersten Briefe geschrieben hat und ich vor Überwältigung zerflossen bin."

*